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Rathaus

Schwicheldt- Eine historische Betrachtung

Wappen SchwicheldtDas Dorf Schwicheldt, heute ein Stadtteil von Peine, war früher ein kleines Bauerndorf 6 km südwestlich von Peine. Es war schon bald zu Beginn der Eisenbahnära an die Eisenbahnstrecke Hildesheim-Hämelerwald angeschlossen. Urkundlich hieß der Ort 1131 Shvegelten, später hatte er so sonderbare Namen wie Sueglete, Suechlete oder Sulglete. Das St. Godehardikloster in Hildesheim erwarb in Schwicheldt planmäßig ausehnlichen Grundbesitz. Abt Theoderich erbaute zum Schutz und als Zufluchtstätte der Einwohner eine Kirche, nach deren Vollendung im Jahre 1185 Bischof Adelog das Dorf aus dem Pfarrverband mit der bisherigen Mutterkirche löste und es zu einer selbständigen Pfarre erhob.

1187 wird in einer Urkunde erwähnt, daß Abt Dietrich die Kirche mit einem Wall umfrieden ließ. Die Befestigung wurde angelegt, "wegen der vielfachen Ausfälle und Plünderungen, welche die Kinder der Welt verübten“. Gemeint sind die kriegerischen Auseinandersetzungen. 1215 ist der Priester Eckerhardus in Schwicheldt urkundlich bezeugt. Er war aber sicher nicht der erste Pfarrer.

Das Gut Schwicheldt am Nordrand des Dorfes war der Stammsitz der Familie, nach der der Ort später seinen Namen erhalten hat. Urkundlich werden 1169 zuerst Elveric, Reindag und Bertoldus genannt. Einer Urkunde von 1360 ist zu entnehmen, daß die Brüder von Oberg einen Hof in Schwicheldt übernommem haben. Um 1550 erbaute Christoph von Oberg, der damals Schwicheldt besaß, in der Feldmark an der alten Heerstraße Peine-Hannover die Giesenburg. Die Flurbezeichnung „Der Burgkamp“ zeugt noch heute davon. Über die Dampfziegelei erzählt man, daß sie von dem Grafen von Schwicheldt an den Grafen von Oberg überging, nachdem Schwicheldt sie im Spiel verloren hatte. Es ist übrigens die älteste Ziegelei des Kreises.

Seit dem 1. März 1974 ist Schwicheldt ein Stadtteil von Peine. Der Ort führt aber dennoch ein eigenes Wappen. Es zeigt ein sechsspeichiges rotes Rad, aus dem eine rote Blume mit zwei geschwungenen Blättern, einer Kelchblüte uns zwei Rosenblüten wächst. Als Sinnbild des Lebens gilt das Rad. Die Blume mit unterschiedlichen Blüten ist ebenfalls ein Symbol. Es ist bei vielen Völkern bekannt als Lebensblume und deutet auf die unterschiedlichen Menschenschicksale hin.

Die neugotische Kirche mit mittelalterlichem Westturm, eine evangelische Pfarrkirche, stammt aus dem Jahre 1843. Im unterem Bereich scheinen noch Teile von dem 1185 vollendeten Gründungsbau vorhanden zu sein. Das Glockengeschoß ist um 1500 erneuert worden, der Turmhelm 1648. Der Turm ist über einem rechteckigen Grundriß ausgeführt.

Text von Jürgen Hodemacher aus dem Buch "Der Landkreis Peine - seine Stadt und Dörfer", erschienen im Elm-Verlag

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