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Eulenpfad

10 Jahre Städtebauförderung Südstadt/Soziale Stadt

Seit 10 Jahren werden Zuschüsse für zahlreiche öffentliche und private Projekte in der Südstadt gezahlt. Dies soll Anlass für eine Zwischenbilanz unter finanziellen und qualitativen Gesichtspunkten sein.

Im Jahr 2002 meldete die Stadt Peine erstmalig städtebauliche Sanierungsmaßnahmen in Teilen der Südstadt zur Aufnahme in das Städtebauförderung beim Land Niedersachsen und an. Im Mai 2003 wurde die Stadt Peine zunächst mit einem Förderbetrag in Höhe von 400.000 in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Seit nunmehr 10 Jahren fließen Fördermittel, die sich Bund Land und Stadt Peine zu je einem Drittel teilen, in private und öffentliche Projekte. Insgesamt wurden bisher Zuschüsse in einem Gesamtrahmen von rd. 7,2 Mio. € in der Städtebauförderung bewilligt. Auch wenn Teile der Fördermittel vom Bund und Land zeitversetzt fließen, so konnten bisher immerhin rd. 3,8 Mio Euro ausgezahlt werden.
Diese Summen werden zusätzlich flankiert durch rd. 1,68 Mio Euro aus einem anderen Fördertopf, dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Sie wurden verwendet für die Grunderneuerung angrenzender Straßen, z.B. Braunschweiger Straße, Feldstraße und Wiesenstraße. Es ist erkennbar in dieser Zeit in der Südstadt einiges vorangegangen.

Der Auftakt der geförderten Projekte erfolgte im Jahr 2003 mit der Umgestaltung der ehemaligen Maschinenbauhalle Franke an der Pfingststraße 10 zur Jugendfreizeiteinrichtung, die offiziell am 30.08.2005 als „Nummer 10“ eröffnet wurde. Das Gebäude hat sich seither zu einer beliebten Freizeiteinrichtung entwickelt, in der zahlreiche Kinder und Jugendliche an umfangreichen Freizeit- und Ferienangeboten teilnehmen. Die regelmäßigen Flohmärkte und Veranstaltungen werden nicht nur von Einwohnern der Südstadt besucht.

Jugendtreff "Nummer 10" 
Jugendtreff "Nummer 10"

Unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus dem Quartier wurde gegenüber der Nummer 10 der weitläufige Kinder – und Jugendspielbereich Pfingststraße/ Jägerstraße geplant und errichtet, auf dem man ein reichhaltiges Angebot an Spielbereichen, Fitnessgeräten und Aktionsflächen findet.

Durch eine Ordnungsmaßnahme und den Abriss des maroden Gebäudes „Pfingststraße 6“ konnte die benachbarte Grünanlage erweitert und der Zugang zum Sanierungsgebiet erheblich aufgewertet werden.

Fläche der Grünanlage "Pfingststraße" vor Abriss des Gebäudes 
Fläche der Grünanlage "Pfingststraße" vor Abriss des Gebäudes
Grünanlage "Pfingststraße" nach Abriss des Gebäudes 
Grünanlage "Pfingststraße" nach Abriss des Gebäudes
 

Unter aktiver Mitwirkung aus dem Quartier entstand auch die Südstadtgalerie. Die inhaltlich künstlerische Gestaltung durch Bewohner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeiter der Peiner Träger Gesellschaft war ein besonderes Projekt der sozialen Stadt, das in hohem Maße identitätsstiftend wirkte. Begleitet wurden die „Südstädter“ dabei fachkundig von einer professionellen Künstlerin, der Werbeagentur Propaganda und der Peiner Träger Gesellschaft. 10 Stelen mit künstlerischen Motiven zur Geschichte, zum Arbeiten und Leben in der Südstadt prägen seither den Straßenraum entlang der Braunschweiger Straße. 


Die Südstadtgalerie in der Braunschweiger Straße 
Die Südstadtgalerie in der Braunschweiger Straße

Über die Grenzen des Sanierungsgebietes hinaus bekannt ist das Stadttheater Peiner Festsäle, welches seit dem Jahr 2005 in mehreren Bauabschnitten saniert wurde. Unter anderem wurde die ursprüngliche Tonnengaube am Eingangsbereich wieder rekonstruiert und mit einem neuen Kunstwerk versehen. Zudem wurde der Vorplatz saniert. Rechtzeitig zum 90 jährigen Jubiläum des Theaters konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.


Peiner Festsäle 
Peiner Festsäle

Im Jahr 2012 wurde als weiteres städtisches Projekt das Areal unterhalb der Nord –Südbrücke fertig gestellt. Die Gestaltungselemente, das Lichtkonzept sowie die im Rahmen eines Einwohnerprojektes entworfenen Stahlsilhouetten verwandeln den ehemaligen Parkplatz zu einer Fläche mit Aufenthaltsqualität.

Gemeinsam mit der Peiner Heimstätte wurden die Straßenbereiche „Pfingststraße 20 – 37“ zu einer Anwohnerstraße umgestaltet, in der zukünftig sicherlich nicht nur geparkt wird.

Durch den Abriss des maroden Gebäudes „Theodor-Heuss-Straße 24“ wird aktuell auch der Eingangsbereich zum Sanierungsgebiet aufgewertet. Das Grundstück soll zur Bebauung auf dem Markt angeboten werden.

Erwähnt werden soll auch ein kleineres Vorhaben des letzten Jahres auf dem „Alten Friedhof“, wo das Rondell saniert wurde.

Im Jahr 2013/2014 soll der Ausbau der Neuen Straße geplant und eingeleitet werden.

Neue Straße in der Südstadt 
Neue Straße in der Südstadt

Waren es anfangs vor allem städtische, d.h. öffentliche Maßnahmen, so konnten nachfolgend auch mehr und mehr private Eigentümer zu Gebäudesanierungen motiviert werden. Inzwischen sind zahlreiche private Maßnahmen durchgeführt und fügen sich, wie bei einem Mosaik, zu einem positiven Gesamtbild. Im Schnitt werden diese privaten Projekte mit einer Förderquote von durchschnittlich 40 % der Kosten für die Gebäudehülle gefördert, die übrigen Mittel müssen von den Eigentümern selbst aufgebracht werden. Auf diese Weise wurden aus 1,7 Mio. Fördermittel für die privaten Eigentümer insgesamt 4,25 Mio. , die in die Gebäude der Südstadt investiert wurden. Erfreut kann man feststellen, dass zusätzlich Aufwertungen der Gebäude, des Wohnumfeldes und des Quartiers außerhalb der Städtebauförderung erfolgten. 

Begonnen wurde mit der privaten Sanierung des Gebäudes Jägerstraße 2, bei dem versucht wurde, die historische Ansicht weitestgehend wieder zu rekonstruieren. Gerade in diesem Bereich folgte die Sanierung der beliebten Bäckerei „Akin“ an der Neuen Straße sowie des Gebäudes in der Neuen Str. 6. Nach Fertigstellung des Gebäudes „Osterstraße 14“ wird auch der Braunschweiger Str. 21 an den beiden Ladengeschäften gearbeitet

Auch die großen sanierten Gebäudekomplexe der Peiner Heimstätte in der Jägerstraße 35 und 37, Pfingststraße 20 – 37 und 45 - 53 bieten zahlreichen Menschen attraktiven Wohnraum. Dabei wurde auch sehr viel Wert auf eine Wohnumfeldverbesserung gelegt.


Gebäudekomplex der Peiner Heimstätte in der Jägerstraße 
Gebäudekomplex der Peiner Heimstätte in der Jägerstraße

Angesichts der begrenzt zur Verfügung stehenden Fördermittel konnten weitere umfangreiche Wohnungssanierungen der Peiner Heimstätte und der ehemaligen Wohnungsgesellschaft Glückauf (jetzt Wohnbau Salzgitter) leider nicht mit öffentlichen Zuschüssen unterstützt werden. Hervorzuheben ist daher, dass beide Gesellschaften dennoch ihre Modernisierungsmaßnahmen mit eigenen Mitteln in großen Stil vorangetrieben und damit erheblich zur Aufwertung des Quartiers beigetragen haben.

Durch weitere private Maßnahmen in der Friedrichstraße, Jägerstraße, Mittelstraße und Feldstraße werden städtebauliche Missstände beseitigt, die sanierten Gebäude werten diese Straßen deutlich auf.

Seit dem Jahr 2003 konnten 11 private Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen werden, fünf Maßnahmen befinden sich in der Durchführung und im Jahr 2013 soll mit sieben neuen privaten Maßnahmen begonnen werden. Weitere Interessenten gibt es. Verträge können von der Stadt allerdings erst nach Bewilligung zusätzlicher Förderungen durch das Land Niedersachsen eingegangen werden.

Seit 2007 bietet das Quartiersmanagement des Südstadtbüros in einer Kooperation des Caritasverbandes, der Peiner Heimstätte, der Stadt und des Landkreises Peine in der Pfingststraße 36 vielen Bewohnern in allen Alternsstufen Unterstützung in besonderen Lebenslagen an und engagiert sich in Projekten. Vom Mieterberatungen, Sportangeboten zur frühkindlichen Bewegungsförderung, über Hausaufgabenhilfe und Bewerbungstraining bis zum Seniorentreff werden wöchentlich zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Im Laufe der Förderperiode gab es mehrere begleitende Projekte für Personen, die wieder in ein Beschäftigungsverhältnis gebracht werden sollten. Bedauerlicherweise sind diese ergänzenden Programme zwischenzeitlich ausgelaufen und kaum noch aufgelegt.


Das Südstadtbüro 
Das Südstadtbüro

Da die Stadt Peine seit dem Jahr 2008 einen Quartiersfonds in Höhe von 5.000 jährlich eingerichtet hat, konnten bislang zusätzlich rd. 35 Mikroprojekte wie z. B. Jobcafe, Gestaltung der Quartierszeitung Südseite(n), Spiel mit, sei aktiv oder den Südstadtplan für Kinder durchgeführt werden. Schön wäre es, wenn die Arbeit dauerhaft fortgesetzt werden würde.Die Zwischenbilanz für das Sanierungsgebiet nach 10 Jahren fällt eindeutig positiv aus. Dennoch gibt es noch sehr viel zu tun, sowohl im öffentlichen Bereich, wie bei privaten Initiativen. Eigentlich haben wir hier noch Handlungsbedarf für mindestens weitere 10 Jahre.


Da der Bund seit mehreren Jahren Städtebauförderungsmittel deutlich kürzt, gerade auch im Programm „Soziale Stadt“, bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen tatsächlich noch realisiert werden können.

Frau Staats,

Stadt Peine
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