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Rathaus

Neugestaltung Werderpark

05.09.2018

Der Werderpark wurde in den Jahren 2017/18 mit Hilfe von Geldern aus der Geschwister-Vollrath Stiftung saniert und neugestaltet. Der Startschuss erfolgte im Oktober 2017.

Insgesamt standen rd. 160.000 für die Realisierung zur Verfügung. Wesentliche Grundsätze der Planung waren eine verbesserte Durchgängigkeit und Besucherlenkung innerhalb der Parkanlage sowie die gestalterische Aufwertung der Pflanzstrukturen und die Steigerung der Aufenthaltsqualität.

Folgende planerische Ziele wurden realisiert:

 Barrierefreie Wegeführung:

  1. Die Wege durch die Grünanlage sind barrierefrei gestaltet. Vorhandene Treppen und Borde wurden entfernt, die Anbindung an die den Park umschließenden befestigten Flächen erfolgt höhengleich. Die Hauptwege sind durch­gängig mit hochwertigen Materialien gepflastert, sodass eine ganzjährige uneingeschränkte Begehbarkeit gegeben ist.

  2. Akzentuierung der Parkeingänge und Lenkung der Besucher:
    Die Zugänge in die Parkanlage wurden gestalterisch hervorgehoben. Entlang der Werderstraße begrenzen Rechteckpalisaden aus Granit die Zugangsmöglichkeit auf 2 Zugänge. Die grafische linienhafte Struktur wird durch die attraktive Bepflanzung aus Sträuchern, Gräsern und pflegeextensiven Wildstauden in Verbindung mit Findlingen aufgelockert. Eine Akzentuierung durch Bepflanzung erfolgt auch an den Zugängen ‚Am Werderpark‘ und Rathausparkplatz. Eine klare, einfache Wegeführung erlaubt eine schnelle Orientierung innerhalb des Parks und eine zügige Durchquerung in jede Bewegungs­richtung. Die Wegebreite bietet mit 3 m ausreichend Raum für konfliktfreie Begegnung unterschiedlicher Nutzer.

  3. Verweilen und Schauen:
    Verschiedene Stellen im Park laden zum Verweilen ein. Die Plätze fügen sich harmonisch in die Gesamtgestaltung ein. Das Kiesbeet mit den integrierten Sitzsteinen (gestalterische Wiederholung der Sitzlinsen innerhalb der 2015 erstellten wassergebundenen Wegeführung) und eine Bepflanzung mit Solitärgräsern und blühenden Sträuchern dient zudem dem Schutz und langfristigen Erhalt der Baumstandorte. Der ursprüngliche Sitzplatz am Rathaus wurde mit Erde aufgefüllt und durch eine Cortenstahleinfassung als Hochbeet umgestaltet. Die Einfassung ist in Sitzhöhe ausgeführt und an verschiedenen Stellen Holzauflagen ausgestattet, die zum Sitzen einladen.

  4. Auslichtung und Bepflanzung:
    Der Park wurde vor der Umgestaltung dominiert von überaltertem Baum- und Strauchbestand. Mehrere schlecht einsehbare Ecken, die früher zum Hinterlassen von Müll missbraucht und von den BürgerInnen gemieden wurden, sind jetzt beseitigt. In einigen Bereichen wurde selektiv gerodet, auch um mehr Licht und Sonne in den Park zu bringen und die Einsehbarkeit zu verbessern. Nach Abschluss der Wegebaumaßnahmen erfolgte die Neubepflanzung mit niedrigen Wildstauden, Gräsern und einzelnen Sträuchern. Lücken in der Bepflanzung zum Spielplatz und im Bereich des ehemaligen Sitzplatzes am Rathaus wurden mit Deck­sträuchern und blühenden Bodendeckern in Verbindung mit Findlingen gestaltet.

  5. Bodenmodellierung und Rasengestaltung:
    Die zentrale Rasenfläche wurde großflächig unter und zwischen den Bäumen mit verwildernden Blumenzwiebeln bestückt. Im Jahr 2018 zeigt sich ein erster Blütenflor, der durch die Verwilderungsprozesse in den Folgejahren zunehmen wird. Um das Querlaufen oder –fahren über die Rasenfläche zu verhindern oder zumindest zu erschweren wurde die Rasenfläche zum Weg hin anmodelliert. Hier ergibt sich streckenweise ein Höhenversatz von rd. 30 cm, der durch eine Cortenstahleinfassung abgefangen wird.
  6. Künstlerische Elemente:
    Zwischen Parkanlage und Spielplatz befindet sich eine Gasregelstation der Stadtwerke. Der Korpus war in einem unansehnlichen Zustand, der nachdem die verdeckenden Gehölze entfernt waren, deutlich hervortrat. Es entstand die Idee einer grafischen Verschönerung, die durch den Graffitikünstler Ole Gör­gens, Sprühwerk Hildesheim, realisiert wurde. Im Ergebnis wird nun von beiden Seiten des Kastens der grafische Eindruck eines Durchblicks vermittelt. An der Süd-Ost-Ecke des Parks musste eine alte Buche fäulnisbedingt gefällt werden. Der Kettensägenkünstler Clemens Mahler verwandelte den verbliebenen Stamm in eine Eule, dem Wahrzeichen der Stadt Peine.

  7. Beleuchtung:
    Die Beleuchtung entlang der Hauptwege im Werderpark wurde im Zuge der Neugestaltung ebenfalls erneuert.

Die Herausforderung in der Bauabwicklung bestand in der nahezu durchgängig unsicheren und extremen Wetterlage. Lange anhaltende Regenfälle und Frostperioden verursachten wiederholt Bauunterbrechungen. Mit Beginn der Pflanzperiode im Frühjahr setzte dann die andauernde Trockenheit ein. Die fehlenden Niederschläge, aber auch ärgerlicher Vandalismus hat zu zahlreichen Ausfällen in der Pflanzung und in Bezug auf die Rasenansaat geführt, die im Herbst noch zu ersetzen bzw. nachzuarbeiten sein werden. Eine pflegerische Betreuung des Parks ist weiterhin notwendig.

Die Herstellung der Barrierefreiheit im Werderpark ist Teil einer gesamthaften Bestrebung für die Stadt Peine. Als weitere, bereits realisierte Projekte in dieser Hinsicht sind zu benennen:

  • Ergänzung und teilweise Erneuerung der Wegweisung „Eulenpfad“ in Bezug auf den Hinweis auf behindertengerechte Toiletten     
  • Installation versenkbarer Absperrpoller auf dem Hagenmarkt zur Freihaltung eines barrierefreien Durchgangs zur Straße                          „Bleicherwiesen“ und zur Marktstraße
  • Einrichtung von zwei Behinderten-Parkplätzen im Bereich der P+R-Anlage auf der Südseite des Bahnhofs sowie einer damit verbundenen Hochbordabsenkung
  • Verlängerung eines Behinderten-Stellplatzes inklusive Hochbordabsenkung in der Schäferstraße, Höhe Polizeikommissariat Peine
  • Hochbordabsenkung und Erneuerung der Markierung des Fußgängerüberweges in der Freiligrathstraße
  • Hochbordabsenkung in der Straße „Berliner Ring“ auf Höhe Neisser Weg
  • Hochbordabsenkungen in der Straße „Maschweg“ auf Höhe des Bürgermeister-Meyer-Weges
  • Hochbordabsenkung im Bereich der Straße „Saarlandring“
  • Schaffung einer befestigten Zuwegung zwischen zwei Buswartehäuschen am Hesebergweg
© Stadt Peine – Der Bürgermeister