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Eulenpfad

Neujahrsempfang 2019

09.01.2019

der Stadt Peine...

Der Neujahrsempfang der Stadt Peine fand am Montag, 7. Januar 2019, im Peiner Forum statt.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann konnte insgesamt rund 250 Gäste zum Auftakt des neuen Jahres begrüßen.

Unter den Gästen waren auch die Hauptpersonen des Abends: Die mit verschiedenen Preisen zu ehrenden Peinerinnen und Peiner, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise ehrenamtlich engagieren sowie die Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2018, die erstmalig im Rahmen des Neujahrsempfanges geehrt wurden.

Folgende Ehrungen hat Bürgermeister Klaus Saemann vorgenommen:


Bürgerpreis der Stadt Peine

Mit dem Bürgerpreis der Stadt Peine wurden Frau Ursula Kalkreuth und Herr Peter Baumeister ausgezeichnet.

Frau Kalkreuth ist eine ausgebildete Seelsorgerin und seit 25 Jahren im Klinikum Peine für die gute Sache tätig. Vor 17 Jahren war sie Mitinitiatorin bei der Gründung der Patientenbetreuung im Klinikum Peine. Es ist ihr ein Anliegen, Betroffenen und Angehörigen die Ängste zu nehmen. Ein offener und vertrauensvoller Umgang ist ihr stets wichtig. Betroffene finden in der Kommunikation mit ihr über Ängste und Befürchtungen eine kompetente Ansprechpartnerin. Eine Ansprechpartnerin, die nicht nur emphatisch zuhören, sondern auch mit Ratschlägen aufwarten kann und für Hilfe zur Verfügung steht. In der Patientenbetreuung steht sie, mit 14 weiteren Engagierten, für die kleinen Annehmlichkeiten der Patienten gern mehrere Stunden täglich zur Verfügung. Kleine Annehmlichkeiten können ein Stück Kuchen zum Nachmittagskaffee oder die Lieblingszeitung sein. Oder einfach eine Unterhaltung. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann so eine Annehmlichkeit sein. So kommt es zur ersten Kontaktaufnahme und Vertrauen wird aufgebaut. Patientinnen und Patienten werden ermutigt, offen über ihre persönliche Situation zu reden. Damit das Team auf alle Patientenwünsche eingehen kann, werden Bitten in einem Tagebuch notiert und dann sukzessive erfüllt. Das ist eine tägliche Aufgabe, die auf der einen Seite einfach nur als „Nächstenliebe“ einzuordnen ist. Auf der anderen Seite ist es aber harte Arbeit, bei der man gefordert ist.

Peter Baumeister wurde bereits zu Beginn seiner Lehrertätigkeit Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, in der er sich seit 1972 engagiert. Bis 1976 war er Vorsitzender des Ausschusses junger Lehrer und Erzieher. Später war er lange Jahre Vorsitzender der Fachgruppe Grund- und Hauptschulen, wo er zahlreiche Veranstaltungen organisierte. Für die Ehrung langjähriger Mitglieder, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, ist er noch heute verantwortlich. Zum Schluss seiner Dienstzeit war er Vorsitzender des Personalausschusses an der Bodenstedt-Wilhelmschule. Darüber hinaus gehörte er 12 Jahre dem Personalrat beim Schulaufsichtsamt Peine an und seit 10 Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Peine. Herr Baumeister war außerdem Ratsmitglied und vertrat 12 Jahre die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die ihn oder die Partei Bündnis 90/Die Grünen in Peine gewählt hatten. Und nicht nur das, auch im Kreistag und im Ortsrat der Ortschaft Dungelbeck wirkte er 5 Jahre mit. Herr Baumeister leitete 25 Jahre die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes der Antifaschisten und führt antifaschistische Stadtführungen durch. Er ist außerdem treibende Kraft im Peiner Bündnis für Toleranz. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Künstler Gunter Demnig an seinem Projekt „Stolpersteine“ auch Peine beteiligte. Bei Stadtführungen oder einem Rundgang durch Peine trifft man so auf 55 kleine im Boden verlegte Gedenktafeln, die an das Schicksal Peiner Bürgerinnen und Bürger, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden, erinnern. Und das ist noch nicht alles, Baumeisters ehrenamtliches Engagement geht noch weiter, denn seit 1972 ist er in verschiedenen Funktionen im TSV „Eintracht“ Dungelbeck tätig. Unter anderem 17 Jahre als Fußballjugendleiter und 13 Jahre als 2. Vorsitzender des Vereins. 30 Jahre ist er Mitarbeiter im Presseausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes Kreis Peine, davon 3 Jahre als Vorsitzender. Heute ist er dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Peter Baumeister ist quasi ein Symbol des kontinuierlichen Engagements gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie.

Bodenstedtpreis der Stadt Peine

Mit dem Bodenstedtpreis der Stadt Peine wurde Frau Marianne Dietrich ausgezeichnet.

Frau Marianne Dietrich brachte als Stadtführerin für die Peine Marketing GmbH seit 30 Jahren Besucherinnen und Besucher von nah und fern und auch Peinerinnen und Peinern die Geschichte der Stadt Peine nahe. Stadtführungen mit Frau Dietrich waren lebendig und man merkte, dass sie die Stadt liebt, in der sie lebt. Sie hat sich zwar aus den aktuellen Führungen zurückgezogen. Aber, wenn Not an der Frau ist, steht sie mit Ihrem umfangreichen Wissensschatz immer noch gern zur Verfügung und hilft bei Gästeführungen aus. Frau Dietrich übermittelt als Gästeführerin seit 30 Jahren in fachkundiger Weise fundiertes Wissen über die Geschichte, Personen, Architektur, sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Fakten der Stadt Peine. Aber wie überall war aller Anfang schwer. Das umfangreiche Wissen und die verschiedenen Themen, die heute bei Stadtführungen angeboten werden, mussten erst recherchiert und erarbeitet werden. Informationen konnte man sich nicht einfach aus dem Kreismuseum und dem Stadtarchiv beschaffen, denn die waren in der heutigen Form noch nicht vorhanden. Auch aufschlussreiche Broschüren oder stadtbezogene Unterlagen standen nicht zur Verfügung. Ebenso konnte man nicht einfach „google“ befragen. Im Juni 1987 fand die erste öffentliche Stadtführung in Peine statt und hierfür warteten 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Hagenmarkt. An dieser überragende Resonanz merkte man, dass der Bedarf da war. Ein wesentlicher Faktor, der bis heute erfolgreichen Tätigkeit, liegt in der 1987 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Peiner Stadtführer. Im Jahr 1999 wurde dann die Mitgliedschaft im „Bundesverband der Gästeführer in Deutschland“ angestrebt und letztlich auch vollzogen. Diese Mitgliedschaft ist ein wichtiger Zugang zum Austausch relevanter Themen, Neuerungen und Erfahrungen, um auch künftig zukunftsorientierte Gästeführungen anbieten zu können. Seit 2005 werden die Gästeführungen der Peine Marketing GmbH zugeordnet, denn diese kulturelle Dienstleistung der Stadtführungen nimmt vor Ort einen wichtigen Stellenwert im Bereich des Stadtmarketings ein.

Integrationspreis der Stadt Peine

Mit dem Integrationspreis der Stadt Peine wurde Herr Christoph Hussy ausgezeichnet.

Wenn es um die Aufgabe der Integration in Peine geht, ist Christoph Hussy gewiss irgendwie im Spiel. In diesem Zusammenhang sei der Verein „Interkultura“ erwähnt, eine Initiative, die im Oktober 2015 zur „Ersthilfe“ für Flüchtlinge gegründet wurde. Nachdem die ersten Flüchtlinge damals in Peine untergebracht waren, initiierte diese Gruppe Deutschkurse im Unternehmenspark und unterstützte die neu Angekommenen auch mit Kleidung und Spielzeug für Kinder. Wenig später gründeten Christoph Hussy und Anwar Guerch dann den Verein „InterKultura e.V.“, mit dem Ziel, die Integration von Flüchtlingen in Peine zu unterstützen. Der Verein führte bislang Projekte in den Bereichen Sprachförderung, Kultur und Gesellschaft durch, um die Teilhabe der neu Eingewanderten am gesellschaftlichen und politischen Leben zu stärken. Außerdem versucht der Verein durch interkulturelle Begegnungen, Flüchtlinge mit anderen Einwohnerinnen und Einwohnern zusammenzubringen. Es ist erklärtes Ziel des Vereins, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die positiven Aspekte der „Flüchtlingsproblematik“ zu lenken. Denn: Möglichst viele Beziehungen zwischen den langjährigen und den Neu-Peinerinnen und Peinern zu knüpfen, ist wichtig. Ein Fest der Begegnungen und des Kennenlernens ist „Mensch Merhaba“. Ein Fest, welches unter anderen vom Verein „InterKultura“ und allem voran von Herrn Hussy vorbereitet wird. „Hallo Mensch“ „Mensch Merhaba“ lockte 2018 viele große und kleine Menschen auf die Straßen in der Südstadt. Die verschiedenen Stände luden zum Plaudern, Kennenlernen und Verweilen ein. Alle Vereine und Institutionen, die die Südstadt zu bieten hat, haben das Fest durch einen Stand und eine Aktion bereichert. Entlang der Festmeile waren Infostände, Spielangebote, Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten und eine Bühne aufgebaut. Zielgruppe bei dieser Aktion sind die Kinder. Denn, was ist einfacher als eine Kontaktaufnahme über Kinder. Kinder gehen unvoreingenommen aufeinander zu, lernen sich unbedarft kennen. Entweder mögen sie sich dann oder sie mögen sich nicht. In jedem Fall bot diese Festmeile einiges für einen gelungenen Nachmittag bei der sicher viele Kontakte entstanden sind.

Sportlerehrung

Jugendsportlerin des Jahre 2018: Sehridan Kola, MTV Vater Jahn Peine Corp.
Trotz ihrer jungen Jahre, hat sie schon viele Erfolge im Trampolinspringen erzielt. Dafür wurde Frau Kola bereits in Vorjahren im Rahmen der städtischen Sportlerehrung geehrt. In 2017 und 2016 ist sie als Mitglied der Mädchen-Mannschaft geehrt worden. Im Jahr 2015 wurde sie als Jugendsportlerin des Jahres geehrt. Frau Sheridan Kola ist mehrfache Landesmeisterin im Einzel- und Synchronspringen und Vize-Landesmeisterin Mannschaft. Sie erlangte Platz 3 bei der Deutschen Meisterschaft der Landesturnverbände im Einzel und Platz 2 beim EM-Qualifikationswettbewerb Nationale Saar-Trophy 2018.

Jugendsportlerin des Jahres 2018: Angelina Gensrich, Grün-Gold-Club Bremen e. V.
Ihre Leidenschaft gehört dem Tanzsport. Im Standardtanz konnte die Peinerin schon verschiedene Erfolge gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Philipp Vovk aus Magdeburg erzielen.
Natürlich kennt man den Tanzsport als olympische Disziplin, aber spätestens seit der Fernsehshow „Let´s Dance“ weiß man, dass Jeder und Jede die Möglichkeit hat, nach hartem, stundenlangen Training, das sich über Wochen und Monate erstreckt, eine „flotte Sohle“ aufs Parkett zu legen und die Zuschauer staunen zu lassen. Aber, so technisch ausgefeilt, so professionell und so grazil, bekommen es nur wenige hin. Angelina Gensrich gehört zu diesen wenigen. Dafür muss sie aber auch hart trainieren. Um das für sie bestmögliche Training zu bekommen, fährt sie mehrmals in der Woche zum Training nach Bremen. Angelina Gensrich ist gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Deutsche Vizemeisterin der Junioren II B Standard geworden. Und dieser Titel bedeutete die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Rumänien. Für viele Sportlerinnen und Sportler ist es schon das Größte, für die Weltmeisterschaft qualifiziert zu sein und dabei sein zu dürfen. Dem Tanzpaar Vovk / Gensrich reicht eine bloße Teilnahme nicht. Die beiden erreichten das Finale und verpassten mit dem vierten Rang nur knapp das Siegertreppchen. Übrigens: Mit großer Körperbeherrschung hat Angelina Gensrich bei der Deutschen Meisterschaft den Tanz erfolgreich zu Ende getanzt hat und brillierte, trotz dem sie umgeknickt war und große Schmerzen hatte.

Jugendsportler des Jahres 2018: Arne Schierbaum und Gian-Luca Streitle, Peiner Kegler Verein e. V.
Arne Schierbaum kegelt für den Peiner Kegler-Verein und das, obwohl er aus Osnabrück kommt. Welch eine glückliche Fügung für den Peine Kegler Verein, dass der Heimatverein von Herrn Schierbaum nicht am 3-Bahnenspiel teilnimmt. Die beiden Nachwuchssportler verstehen es, von einem Ende einer glatten Bahn (Kegelbahn) mit kontrolliertem Schwung eine Kugel ins Rollen zu bringen, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten neun Kegel umzulegen. Und das machen sie so gut, dass sie Deutsche Vizemeister im Tandem U18 im 3-Bahnen-Kegeln Bohle-Schere-Asphalt geworden sind.

Damenmannschaft des Jahres 2018: Petra Hadrys, Petra Hartleib, Kerstin Ortmann und Karin Beck, Peiner Kegler Verein e. V.
Auch im Erwachsenenbereich war der Peiner Kegler Verein wie bereits in Vorjahren sehr erfolgreich. Die Damenmannschaft ist mit dem Deutschen Meister holzgleich gewesen. Leider mussten die Damen dann ins Stechen und erreichten damit „nur“ den Deutschen Vize-Meistertitel. Schade, aber trotzdem ein großer Erfolg.

Sportler des Jahres 2018: Alper Kocak, Box-Club 62 Peine e. V.
Alper Kocak hatte sich in seiner Sportart "Boxen" in Velbert bis ins Finale geboxt. Die Tageszeitung berichtete darüber, wie stolz der Trainer auf seinen Schützling war und sicher immer noch ist. „Die erste Runde habe ich für Alper gesehen. Er hatte super begonnen und vier, fünf gute Aktionen gehabt. Er hat selbstbewusst und cool geboxt. Leider hatte er dann Probleme mit der Schulter, so dass er im Kampf gegen Aram Pilojan unterlag.“ Diese Worte des Trainers Ercan Caliskan sprechen Bände und sagen aus, ein Sieg wäre möglich gewesen! Alper Kocak wurde Deutscher Vize-Meister U19 und bereits im Jahr 2017 wurde er Vize-Niedersachsenmeister der A-Klasse.

Sportler des Jahres 2018: Wilfried Häusler, MTV Vater Jahn Peine Corp.
Herr Häusler wurde im Jahr 2018 Landesmeister im Kraftdreikampf mit 130 kg/80 kg/155 kg und Landesmeister im Kreuzheben mit 150 kg. Außerdem ist er Deutscher Meister im Kreuzheben mit 157,5 kg geworden und es ist mehr als beeindruckend, dass dies bereits sein 34. Deutscher Meistertitel war.

Sportlerin des Jahres 2018: Hannelore Stein, Schützenverein Telgte e. V.
Frau Stein wurde bereits zum zweiten Mal als erfolgreiche Sportlerinnen geehrt. Als Bogenschützin hat sie gute Erfolge bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften errungen. Im „Para Bogenschießen –WA im Freien“ belegte sie mit 653 Ringen Rang 1 und wurde so Deutsche Meisterin. Bei der Hallen-Runde war sie mit 554 Ringen weit vorn und holte den Deutschen Vizemeistertitel. Bei den Landesmeisterschaften in Lingen erreichte sie in der Hallenrunde mit 560 Ringen ebenso Rang 1 wie beim Wettbewerb WA im Freien mit 622 Ringen Rang 1. Außerdem erreichte Frau Stein bei der Landesmeisterschaft in Bothel beim Bogen WA im Freien mit 634 Ring ebenfalls Rang 1.


Die Rede von Herrn Bürgermeister Klaus Saemann finden Sie hier :

© Stadt Peine – Der Bürgermeister