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Rathaus

Neujahrsempfang der Stadt Peine

08.01.2020

Bürgermeister Klaus Saemann…

hatte dazu eingeladen, das Jahr 2019 Revue passieren zu lassen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen.
Rund 250 Gäste sind dieser Einladung am Montag, 06. Januar 2020 in das Peiner Forum gefolgt und haben einen stimmungsvollen Abend erlebt.

Nach der Begrüßung ehrte der Bürgermeister Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2019 und verlieh außerdem an drei Personen den Bürgerpreis der Stadt Peine sowie an eine Person den Bodenstedtpreis der Stadt Peine.

Sportlerehrung

Geehrt wurden

Jens Zimmermann
  vom Verein Karate `76 Peine e. V.
  für das Erlangen des Internationalen Meistertitels in der 50 kg Klasse und
  Platz 7 bei der Europameisterschaft in der Sportart Judo.

Sheridan Kola, Leah Abel und Lea Asche
  vom Verein MTV VJ Peine Corporation
  für das Erlangen des Titels Deutscher Meister im Jahr 2018 in der Sportart Trampolinspringen.

Sonja Schacht und Bennett Brandes
  vom Verein Judo-Club Peine e. V.
  für das Erlangen des Titels Deutscher Meister 2019 in der Sportart Kata.

Von links: Daniela Kola, Leah Abel, Sheridan Kola, Lea Asche, Bennett Brandes, Sonja Schacht, Jan Smeikal, Jens Zimmermann,  Willi Zimmermann, Bürgermeister Klaus Saemann
Von links: Daniela Kola, Leah Abel, Sheridan Kola, Lea Asche, Bennett Brandes, Sonja Schacht, Jan Smeikal, Jens Zimmermann, Willi Zimmermann, Bürgermeister Klaus Saemann

Bürgerpreis der Stadt Peine

Siegfried Menzel
  Als Leiter der Kämmerei der Stadt Peine hat Siegfried Menzel viele Jahre die finanziellen Geschicke der Stadt Peine mitbestimmt.
  Er hat in seiner Amtszeit nicht nach der Methode „Hoch lebe der Vorgang“ gearbeitet und gehandelt, sondern hat hinterfragt, ob es nicht
  anders geht, ob sich Maßnahmen nicht kostengünstiger, praktikabler realisieren lassen.
  Als langjähriger Leiter der Kämmerei zeichnete ihn hervorragendes Fachwissen, eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und der 
  unermüdliche Kampf um zusätzliche Einnahmequellen aus.
  Für diese Verdienste wurde Herrn Menzel am 01. April 1998 der Wappenteller der Stadt Peine verliehen.
  Wenige Zeit später trat Siegfried Menzel in den Ruhestand ein, war aber weiterhin gesellschaftlich interessiert und auch weiterhin aktiv tätig.
  So hat er als Gründungsmitglied des Peiner Fördervereins für Jugend und Kultur e.V. bis heute die finanziellen Geschicke des Vereins
  maßgeblich mitbestimmt.
  Der Peiner Förderverein für Jugend und Kultur e.V. unterstützt Aufgaben der Jugendhilfe ebenso, wie die Kunst und Kultur im heimischen
  Raum.
  Der Verein hat über mehrere Jahre den Gunzelin-Preis, mit dem Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen und soziales
  Engagement ausgezeichnet wurden, für die Peiner Sonderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien gestiftet. Inzwischen stiftet
  der Verein den Schulen jährlich zwischen 200 und 400 Euro, um besondere Leistungen und soziales Engagement einzelner Schülerinnen
  und Schüler entsprechend der Entscheidung des jeweiligen Lehrerkollegiums zu fördern. Herausragende Leistungen im kulturellen oder 
  musikalischen Bereich sind auch schon mit höheren Dotationen prämiert worden.
  Fast alle dieser Ehrungen wurden von Herrn Siegfried Menzel maßgeblich vorbereitet.
  Der Verein hat außerdem verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern, die unverschuldet in Notlage geraten sind, in der Vergangenheit eine
  finanzielle Unterstützung gewährt.
  Nicht zu vergessen, die finanziellen Zuschüsse, die mehrere Peiner Vereine für die geleistete Jugendarbeit erhalten.
  Zu erwähnen ist auch die Ausstellung der Künstlerin Frau Schmidt-Wiedenroth, die im letzten Herbst im Forum stattgefunden hat.
  Die Ausstellung konnte nur durch die finanzielle Unterstützung des Peiner Förderverein für Jugend und Kultur e.V. durchgeführt werden.
  Der Peiner Förderverein für Jugend und Kultur e.V. tut Gutes, ohne jedoch in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Er verrichtet seine
  wirkungsvolle Arbeit eher im Stillen.
  Diese wirkungsvolle Arbeit ist jedoch nur möglich mit einem Schatzmeister, der Geld akquirieren kann und der bei den Auszahlungen der
  Zuschüsse auf eine gerechte und angemessene Verteilung achtet.
  Bei den Einnahmen des Vereins konnten viele Gelder generiert werden, weil Siegfried Menzel das Vereinsvermögen möglichst ertragsstark
  angelegt hat.
  Sich mit der allgemeinen Finanzsituation, im Hinblick auf die Zinserträge, für den Verein zu befassen, ist zeitintensiv.
  Herrn Siegfried Menzel wird in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste und seines engagierten Einsatzes um das Gemeinwohl seiner
  Mitmenschen der Bürgerpreis der Stadt Peine verliehen.

Lutz Seidel
  Die Ehrung von Herrn Lutz Seidel steht im Zusammenhang mit seinem Beruf.
  Seit fast 30 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in der Bäcker-Innung Peine und jetzt in der Bäcker-Innung Braunschweiger Land.
  Das Engagement von Lutz Seidel in der Bäcker-Innung begann mit der Funktion des Werbewartes in der Zeit von 1991 bis 1994.
  Als Obermeister der Bäcker-Innung Peine war er von 1994 bis 2017 tätig, also bis zur Fusion mit der Bäcker-Innung Braunschweig, und bis
  heute ist er als stellvertretender Obermeister in der Bäcker-Innung Braunschweiger Land aktiv.
  In den Jahren 2005 bis 2018 hat sich Lutz Seidel als Kreishandwerksmeister in Peine den Wünschen und den Nöten der Peiner Handwerker
  angenommen.
  Er hat außerdem erkannt, wie wichtig die Vernetzung der Handwerksbetriebe untereinander ist. Mit der Organisation und Durchführung der
  Gildetage und der Handwerkerbälle hat er einen entscheidenden Beitrag für das gegenseitige Kennenlernen und den gegenseitigen
  Zusammenhalt geleistet. Nur wer sich kennt und über seine Arbeit spricht, erkennt Synergien. Nur wenn man sich kennt, empfiehlt man sich
  untereinander weiter.
  Als Kreishandwerksmeister ist auch die Nachwuchsgewinnung ein Thema gewesen, was Herrn Seidel besonders am Herzen gelegen hat und
  immer noch liegt.
  Dass Herr Seidel obendrein ein Mann mit Herz ist, konnten im März letzten Jahres erneut festgestellt werden:
  Nachdem Anfang des Jahres eine der Mitarbeiterinnen durch einen Großbrand ihr Zuhause verlor, startete die Firma Seidel mit einem
  leckeren Krustenbrot die Aktion „Ein Brot für Sonja“ und von jedem verkauften Brot, konnte der Familie ein Euro gespendet werden. Durch
  diese Maßnahme kamen insgesamt 3.300,- Euro zusammen.
  Ein deutliches Zeichen von bürgerschaftlichem Engagement und von Nächstenliebe.
  Nicht zuletzt hatte Lutz Seidel in den Jahren 1996 bis 2011 das Amt des Herrn Adjutanten der Schützengilde zu Peine von 1597 inne.
  Ein Amt, welches viel zeitliches Engagement verlangte und die Möglichkeit bot, mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu
  kommen und das persönliche Netzwerk noch weiter auszubauen.
  Der langjähriger Einsatz von Lutz Seidel auf verschiedenen Gebieten findet seine Würdigung in der Verleihung des Bürgerpreises der Stadt
  Peine, der ihm in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste und seines engagierten Einsatzes um das Gemeinwohl seiner Mitmenschen
  verliehen wird.

Hans-Jürgen Glapa
  Hans-Jürgen Glapa hat berufliche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen gesammelt.
  Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer bei der Firma Schläger AG und sorgte bis April 1968 dafür, dass die Peiner  
  Allgemeine Zeitung jedem Leser und jeder Leserin morgens druckfrisch zur Verfügung stand.
  Bereits in dieser Zeit war er gewerkschaftlich in der Industriegewerkschaft Druck und Papier organisiert.
  Nach der Bundeswehrzeit folgte sein Studium zum Lehramt in Hildesheim in den Fächern Geschichte und Technik.
  Nach Beendigung der Lehranwärterausbildung verhängten zahlreiche Bundesländer einen Einstellungsstopp der dazu führte, dass
  Hans-Jürgen Glapa sich beruflich erneut umorientieren musste.
  Im Jahr 1986 erfolgte dann aber die Anstellung als Schulassistent an der Gunzelin-Realschule. Während seiner Tätigkeit dort absolvierte
  Hans-Jürgen Glapa noch ein Studium in evangelischer Religion.
  Bevor er im Jahr 1996 seine Lehrertätigkeit in Peine aufnehmen konnte, unterrichtete er an einer Hauptschule in Gütersloh.
  In Gütersloh wuchsen auch die gewerkschaftlichen Aktivitäten von Hans-Jürgen Glapa, nach nur wenigen Monaten wurde er in Gütersloh
  zum Vertrauenslehrer und in den Personalrat gewählt.
  Bis 2010, dem Jahr seines Rentenantritts, war er an der Fröbelschule tätig und bereitete mit seinem umfangreichen Wissen die
  Schülerinnen und Schüler auf die weiterführenden Schulen vor.
  Bis 2010 war er Mitglied im Schulhauptpersonalrat Hannover und Vorsitzender des Landesangestelltenausschusses der GEW.
  Seit 2003 ist er Mitglied im Landesvorstand seiner Gewerkschaft sowie im Bezirksvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
  (GEW) im Bezirk Braunschweig.
  Im Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft war er von 1996 an zuständig für alle Angestelltenfragen im Schuldienst
  und seit 2003 ist er der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft.
  Noch heute besucht und berät Hans-Jürgen Glapa alle 55 Schulen in der Stadt und im Landkreis Peine mindestens einmal pro Jahr.
  Dank des intensiven gewerkschaftlichen Engagements von Herrn Glapa verzeichnet der Peiner Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung
  und Wissenschaft schon viele Jahre einen der höchsten Organisationsgrade im Land Niedersachsen.
  Hans-Jürgen Glapa leistet seit knapp drei Jahrzehnten wertvolle Dienste für den Schuldienst und die Gewerkschaft Erziehung und  
  Wissenschaft und ihm wird in Anerkennung dieser langjährigen Verdienste und dieses engagierten Einsatzes um das Gemeinwohl seiner
  Mitmenschen der Bürgerpreis der Stadt Peine verliehen.


Bodenstedtpreis der Stadt Peine

Jürgen Gückel
  Jürgen Gückel ist Journalist der viele Jahre für die Madsack-GmbH tätig gewesen ist, dem die tiefgründige Recherche wichtig ist und der
  jetzt aktuell ein Buch geschrieben hat.
  Das Buch der ganz besonderen Art, weil in ihm Orte vorkommen, die bekannt sind und handelnde Personen auch Peinerinnen und Peiner
  sind.
  Es geht um eine Geschichte, die sich im eigenen Kopfkino gut nachvollziehen lässt.
  Ein Buch, in dem es um Vergangenheitsbewältigung, um die Zeit des Nationalsozialismus und vor allem auch, um die Jahre nach dem Krieg
  geht.
  Die Zeit des Nationalsozialismus ist eine viel beschriebene Zeit. Überlebende des Holocaust, Ausgewanderte oder andere Opfer dieser Zeit,
  haben sich zu Wort gemeldet.
  Es wurden Bücher geschrieben, um den nachfolgenden Generationen diese grausamen Zeiten ins Bewusstsein zu rufen und um das
  Erlebte selbst ein Stück verarbeiten zu können.
  Jürgen Gückel wurde aber erst nach dem zweiten Weltkrieg geboren und erlebte diese Zeit nicht mit. Aber eine Erinnerung an seine
  Schulzeit wollte er gerne geklärt haben.
  Aus dieser Erinnerung, aus Gedanken, eingehender intensiver Recherche, der Schilderung von Gesprächen mit Mitschülerinnen und
  Mitschülern oder anderen Personen, ist dieses besondere Buch entstanden, welches im Buchhandel erworben oder in der Stadtbücherei
  Peine ausgeliehen werden kann. Dieses Buch hat der Stederdorfer Ortsgeschichte im Nachkriegsdeutschland eine völlig neue Facette
  hinzugefügt.
  Es macht auch deutlich, dass Täter und Opfer diese schreckliche Zeit einfach hinter sich lassen wollten.
  Jürgen Gückel hat für seine journalistische Arbeit bereits folgende Auszeichnungen erhalten:
  - Konrad-Adenauer Lokaljournalistenpreis, für die Serie über das Wirken der Justiz,
  - Regio-Preis, für eine Serie über die Grundrechte,
  - Wächterpreis des Verbandes der Deutschen Zeitungsverleger, für die Aufdeckung des Transplantations-Skandals am Universitäts- 
    Klinikum Göttingen, zusammen mit Kolleginnen der Süddeutschen Zeitung und der TAZ.
  - viermal den Alexander-Journalistenpreis, unter anderem für eine Serie und ein Buch über das Grenzdurchgangslager Friedland.
  - Madsack-Preis, für die Berichte zu einem spektakulären Mordfall.
  Jürgen Gückel wird in Anerkennung seiner bedeutenden Leistungen für das künstlerische Leben in der Stadt Peine und den dabei
  erworbenen Verdiensten um das örtliche Gemeinwesen der Bodenstedt-Preis der Stadt Peine verliehen.

von links: Jürgen Gückel, Hans-Jürgen Glapa, Lutz Seidel, Siegfried Menzel, Bürgermeister Klaus Saemann
von links: Jürgen Gückel, Hans-Jürgen Glapa, Lutz Seidel, Siegfried Menzel, Bürgermeister Klaus Saemann
(c) Stadt Peine - Der Bürgermeister