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Eulenpfad

Eichenprozessionsspinner auch im Gebiet der Stadt Peine

27.05.2020

Auch in diesem Jahr muss die Stadt Peine über den Befall eines Baumes mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) informieren an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet informieren.

Betroffen ist nach derzeitiger Kenntnis:

- Straße „Sundernweg“

- Straße „Zum Luhberg“

- Feldweg vor dem Sportplatz Essinghausen


Die betroffenen Areale wurden bereits mit Warnschildern versehen. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Raupen an Eichen, auch in anderen Bereichen, festgestellt werden.

Eine Bekämpfung der Raupen wurde beauftragt. Die Raupen werden durch eine Fachfirma abgesaugt. Die Mitarbeiter der Fachfirma werden die Raupen dafür mit Hilfe eines Hubwagens von dem befallenen Baum absaugen.

Die betroffenen Areale sollte möglichst von Fußgängern oder Fahrradfahrern gemieden werden oder es sollten die nachfolgend genannten besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Vom Eichenprozessionsspinner gehen gesundheitliche Gefahren aus. Die mit Widerhaken ausgestatteten Gifthaare der Raupen dürfen nicht auf die Haut und in die Augen geraten und nicht eigeatmet werden. Das Nesselgift kann insbesondere bei Allergikern und Asthmatikern lebensbedrohliche Ausmaße bewirken.

Folgende Krankheitszeichen können nach einem Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners auftreten:

- Bei Kontakt mit der Haut: Juckreiz, Hautausschlag, Quaddeln, vorrangig betroffen sind Gesicht, Hals und Unterarme

- Bei Kontakt mit den Augen: Rötung, Lichtscheue, Lidödeme Bindehautentzündung, Keratitis bei Durchbohren der Hornhaut durch die 
  Brennhaare

- Beim Einatmen: Halsschmerzen, Husten, Atemnot

- Systemische Krankheitserscheinungen (im Einzelfall): Schwindel, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost, allergischer Schock

Vorbeugende Maßnahmen:

- Meiden der betroffenen Gebiete. Falls ein betroffenes Gebiet trotzdem betreten werden muss (beispielsweise aus beruflichen Gründen), ist
  für Augen-, Luftwege-, Haut- und Haarschutz zu sorgen (Arbeitsschutzkleidung mit Schutzbrille und -maske).

- Meiden jedes direkten Kontaktes mit Raupen und Nestern.

Sofortmaßnahmen nach einem Kontakt mit Raupenhaaren:

- Sofortiger Kleidungswechsel

- Duschbad und Haarreinigung

- Augen mit viel Wasser spülen

- Bei beginnender Hautreaktion betroffene Stelle(n) vorsichtig mit kaltem Wasser waschen und vorsichtig trocken tupfen, besser fönen, da
  Trockenrubbeln die Brennhaare tiefer in die Haut treibt.

- Erste Linderung gegen mögliche Schwellungen und Juckreiz durch Kühlung der betroffenen Hautpartie(n) mit einer Kaltkompresse

- Reinigung der kontaminierten Kleidung in der Waschmaschine bei mindestens 60°Celsius zur Zerstörung des in den Brennhaaren
  enthaltenen Thaumetopoein

- Gründliche Reinigung der benutzten Gegenstände beziehungsweise des Fahrzeuges (Schutzkleidung verwenden)

- Achtung: ein einmal zum Entfernen von den Haaren des Eichenprozessionsspinners eingesetzter Staubsauger verteilt über lange Zeit diese
  bei jeder Benutzung neu

Wichtiger Hinweis:
Der Eichenprozessionspinner befällt nahezu ausschließlich Eichenbäume und hat mit der derzeitig massenhaft auftretenden Gespinnstmotte nichts zu tun.
Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner ist die Gespinnstmotte für den Menschen harmlos und ungefährlich.

(c) Stadt Peine - Der Bürgermeister