Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
fontsitze
AAA
contrast
OnOff
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Eulenpfad

Archiv-Sonderblatt Nr. 1/2020

04.09.2020

Die Entstehung des Friedrich-Ebert-Platzes

Aktuell erschienen ist das Archiv-Sonderblatt Nr. 1/2020 über „Die Entstehung des Friedrich-Ebert-Platzes“. Der Leiter des Stadtarchivs Dr. Andreas Kulhawy schließt damit inhaltlich unmittelbar an Archiv-Sonderblatt Nr. 4/1999 an, das die Geschichte des Platzes im 18. Jahrhundert beschrieb.

„Der heutige Friedrich-Ebert-Platz hat eine lange und vielschichtige Geschichte. Allein die Benennung wechselte mehrfach in den vergangenen 140 Jahren!“ erklärt Kulhawy sein Thema. Ursprünglich als „Ross-“ oder „Pferdemarkt“ bezeichnet, wurde die Fläche 1889 nach Kaiser Wilhelm I. in Wilhelmsplatz umbenannt. In Gedenken an den ersten Präsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert, erhielt das Areal 1929 erstmals seinen heutigen Namen. Aber 1933 erfolgte durch die Nazis eine Rückbenennung in Wilhelmsplatz, die schließlich 1945 wieder aufgehoben wurde.

„Das Gelände lag ursprünglich weit vor den Toren der Stadt. Zunächst dienten die Ländereien als Sandgrube und lagen zu Ende des 18. Jahrhunderts öde da. Die Umwandlung in Gartenland erfolgte ab 1794“, schildert Kulhawy die Ausgangslage. Auf verschlungen Wegen wurde die teils städtische Länderei der Kommune erst entfremdet um dann, zwischen 1883 und 1888, zusammen mit Kirchenländereien von der Stadt Peine zurückgekauft und nun auch städtebaulich erschlossen zu werden. Um die Bürger endlich mit sauberem und gesundem Wasser zu versorgen erfolgte auf der Ostseite des Platzes 1887/88 der Bau des ersten Peiner Wasserturms.

Die Verhältnisse auf der Fläche des heutigen Friedrich-Ebert-Platzes vor und während der Umgestaltung in der Zeit um 1885 stellte der bekannte Peiner Senator Carl Voges (1830–1921) in seinen „Geschichten aus dem alten Peine“ dar. „Diese interessante Schilderung gebe ich im neuen Archiv-Sonderblatt ausführlich wieder“, beschreibt Kulhawy den Inhalt des Archiv-Sonderblatts weiter.

Schon um 1900 war die umfassende Bebauung des Platzes fertig gestellt. Für lange Zeit wurde sein Bild nun von den beiden anliegenden Mälzereien und den Festsälen geprägt. Mit dem Bau der Nord-Süd-Brücke verlor er dann erheblich an Bedeutung. Eine Umgestaltung des Platzes erschien mit den Jahren wünschenswert. Daher erfolgte eine Pflasterung des gesamten Westbereichs. Die Ilseder Straße wurde in ihrem Verlauf über den Platz in einen reinen Fußweg umgebaut. Erst seit Fertigstellung der Umgestaltungsmaßnahmen im Jahr 1990 ist ein einheitlicher Charakter der Fläche hergestellt.

Seit 2017 kam und kommt es nun im Umfeld durch den Abriss der Mälzereien und den umfangreichen Neubau von Wohnungen zu neuen prägenden Umgestaltungen. „Die Geschichte des Friedrich-Ebert-Platzes erfährt gerade eine Fortsetzung!“ erklärte Kulhawy abschließend mit einem Lächeln.

Weitere aufschlussreiche Details sind nachzulesen im aktuellen Sonderblatt des Stadtarchivs, das ab sofort in folgenden Einrichtungen kostenlos erhältlich ist:

  •  Stadtarchiv (aufgrund der Coronaschutzmaßnah-men nur nach Voranmeldung!)
  •  Stadtbücherei
  •  Rathaus (bitte an der Einlasskontrolle melden!)
  •  Kreismuseum

Die pdf-Datei zum Download finden Sie hier.

Friedrich-Ebert-Platz mit Wasserturm
Friedrich-Ebert-Platz mit Wasserturm
(c) Stadt Peine - Der Bürgermeister