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Eulenpfad

Eichenprozessionsspinner auch im Gebiet der Stadt Peine

16.06.2022

Eichenprozessionsspinner auch im Gebiet der Stadt Peine

Auch in diesem Jahr muss die Stadt Peine über den Befall von Bäumen mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) informieren an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet informieren.

Betroffen sind Bäume nach derzeitiger Kenntnis in folgenden Bereichen:

• Feldwege im Bereich des Sportplatzes in Essinghausen

• Bäume in der Straße „Zum Holze“ in Essinghausen

• Sundernweg, Sundern

• Zum Luhberg

• Ascherslebener Kreisel

• Gunzelinfriedhof Ehrenmal

Die betroffenen Bereiche wurden bereits mit Warnschildern versehen. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Raupen an Eichen, auch in anderen Bereichen, festgestellt werden.

Eine Bekämpfung der Raupen wurde beauftragt. Die Raupen werden durch eine Fachfirma abgesaugt. Die Mitarbeiter der Fachfirma werden die Raupen dafür mit Hilfe eines Hubwagens von dem befallenen Baum absaugen.

Die betroffenen Areale sollten möglichst von Fußgängern oder Fahrradfahrern gemieden werden oder es sollten die nachfolgend genannten besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Vom Eichenprozessionsspinner gehen gesundheitliche Gefahren aus. Die mit Widerhaken ausgestatteten Gifthaare der Raupen dürfen nicht auf die Haut und in die Augen geraten und nicht eigeatmet werden. Das Nesselgift kann insbesondere bei Allergikern und Asthmatikern lebensbedrohliche Ausmaße bewirken.

Folgende Krankheitszeichen können nach einem Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners auftreten:

- Bei Kontakt mit der Haut: Juckreiz, Hautausschlag, Quaddeln, vorrangig betroffen sind Gesicht, Hals und Unterarme

- Bei Kontakt mit den Augen: Rötung, Lichtscheue, Lidödeme Bindehautentzündung, Keratitis bei Durchbohren der Hornhaut durch die Brennhaare

- Beim Einatmen: Halsschmerzen, Husten, Atemnot

- Systemische Krankheitserscheinungen (im Einzelfall): Schwindel, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost, allergischer Schock

Vorbeugende Maßnahmen:

- Meiden der betroffenen Gebiete. Falls ein betroffenes Gebiet trotzdem betreten werden muss (beispielsweise aus beruflichen Gründen), ist für Augen-, Luftwege-, Haut- und Haarschutz zu sorgen (Arbeitsschutzkleidung mit Schutzbrille und -maske).

- Meiden jedes direkten Kontaktes mit Raupen und Nestern.

Sofortmaßnahmen nach einem Kontakt mit
Raupenhaaren:

- Sofortiger Kleidungswechsel

- Duschbad und Haarreinigung

- Augen mit viel Wasser spülen

- Bei beginnender Hautreaktion betroffene Stelle(n) vorsichtig mit kaltem Wasser waschen und vorsich-tig trocken tupfen, besser fönen, da Trockenrubbeln die Brennhaare tiefer in die Haut treibt.

- Erste Linderung gegen mögliche Schwellungen und Juckreiz durch Kühlung der betroffenen Hautpartie(n) mit einer Kaltkompresse

- Reinigung der kontaminierten Kleidung in der Waschmaschine bei mindestens 60°Celsius zur Zerstörung des in den Brennhaaren enthaltenen Thaumetopoein

- Gründliche Reinigung der benutzten Gegenstände beziehungsweise des Fahrzeuges (Schutzkleidung verwenden)

- Achtung: ein einmal zum Entfernen von den Haaren des Eichenprozessionsspinners eingesetzter Staubsauger verteilt über lange Zeit diese bei jeder Benutzung neu

Wichtiger Hinweis:
Der Eichenprozessionspinner befällt nahezu ausschließlich Eichenbäume und hat mit der derzeitig massenhaft auftretenden Gespinnstmotte nichts zu tun.
Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner ist die Gespinnstmotte für den Menschen harmlos und ungefährlich.





(c) Stadt Peine - Der Bürgermeister