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Marktplatz mit Uhr

Spaziergang durch den Herzberg

Wasserturm im Herzberg

Der Riese war aus der Lüneburger Heide gekommen und hatte Sand in den Stiefeln. Kurz vor Peine zog er sie aus und schüttete den Inhalt einfach in die Gegend. Es entstand ein Hügel, auf den der Riese sein müdes Haupt legte, um auszuruhen. Dabei drückte der Kopf in den Sandhaufen eine herzförmige Vertiefung, nach der die Peiner den Hügel später Herzberg nannten.

Ende des 19. Jahrhunderts wollte man das Gelände aufforsten, doch das Geld war mal wieder knapp. Wenn der Herzberg heute Spaziergängern als herrlicher Stadtwald zur Verfügung steht, so ist das einem Mann zu verdanken, dem die Peiner im Park ein Denkmal setzten: Adolf Wilhelm Krasnapolsky. 30 000 Goldmark sollte die Anlage des Herzbergs kosten, und exakt diese Summe schenkte Krasnapolsky der Stadt Peine 1911.

Der Spender, gelernter Schneider, hielt es in seiner Vaterstadt nicht lange aus. So ging er auf Wanderschaft und gelangte als 22jähriger 1856 nach Amsterdam. Hier kam er durch kaufmännisches Geschick und seine weltoffene Art zu Reichtum. Er gründete Handelsfirmen und ein später weltbekanntes, nach ihm benanntes Hotel. Seine Leidenschaft galt der Zucht exotischer Pflanzen, mit denen er sein Grandhotel ausstaffierte.

1880 übernahm er die "Erste Amsterdamer Elektrizitätsgesellschaft" und wartete zum 40jährigen Regierungsjubiläum von König Wilhelm III. mit einem Gag auf: Mit 5 000 Glühbirnen illuminierte er den Domplatz.

Gedenkstein für Adolf Wilhelm Krasnapolsky im Herzberg"Seinen" Herzberg hat Krasnapolsky nie gesehen. Die Stadt Peine lud ihn zur Einweihung der Anlage ein, aber damals ­ 1912 ­ war der hochherzige Spender schon zu krank, um sich die Reise zumuten zu können.

Der Herzberg-Spaziergang beginnt an der Kastanienallee, wo ein Rondell den Eingang markiert. Beachtenswert: ein älteres und ein zeitgenössisches Mahnmal. Von hier führt der Weg zum Wasserturm auf der Anhöhe, einem Zweckbau, der im Stil der Zeit Burgenromantik vermittelt. Weiter links führt ein Weg mit Blick in den sogenannten Liebesgrund zum Krasnapolsky-Platz.

Wer seinen Spaziergang zu einer kleinen Wanderung ausdehnen möchte, der durchquert den Stadtwald in Richtung Norden und erreicht über das Gasthaus "Zum Sundern" das Naherholungsgebiet "Eixer See", bevorzugtes Ziel der Peiner an warmen Sommertagen.

© Peine Marketing GmbH