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Eulenpfad

Eichenprozessionsspinner

15.06.2018

im Gebiet der Stadt Peine...

Auch im Gebiet der Stadt Peine muss die Verwaltung über den Befall eines Baumes mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) informieren.

Betroffen ist nach derzeitiger Kenntnis nur ein einzelner Baum am Rande der Straße „Zum Luhberg“, die aus Stederdorf in Richtung Luhberg/Sundern führt. Der Streckenabschnitt ab Ortsausgang bis zur Einmündung des Wirtschaftsweges am Kiessee sollte möglichst von Fußgängern oder Fahrradfahrern gemieden werden oder es sollten die nachfolgend genannten besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Der betroffene Streckenabschnitt rund um den Baum wird mit entsprechenden Warnschildern mit der Aufschrift „Eichenprozessionsspinner“ versehen.

Der Auftrag zur Entfernung der Raupen durch eine Fachfirma ist erteilt. Die Mitarbeiter der Fachfirma werden die Raupen mit Hilfe eines Hubwagens von dem befallenen Baum absaugen. Aufgrund des bevorstehenden Wochenendes kann es jedoch zu Verzögerungen kommen.

Vom Eichenprozessionsspinner gehen gesundheitliche Gefahren aus. Die mit Widerhaken ausgestatteten Gifthaare der Raupen dürfen nicht auf die Haut und in die Augen geraten und nicht eigeatmet werden. Das Nesselgift kann insbesondere bei Allergikern und Asthmatikern lebensbedrohliche Ausmaße bewirken.

Folgende Krankheitszeichen können nach einem Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners auftreten:

  • Bei Kontakt mit der Haut: Juckreiz, Hautausschlag, Quaddeln, vorrangig betroffen sind Gesicht, Hals und Unterarme
  • Bei Kontakt mit den Augen: Rötung, Lichtscheue, Lidödeme Bindehautentzündung, Keratitis bei Durchbohren der Hornhaut durch die Brennhaare
  • Beim Einatmen: Halsschmerzen, Husten, Atemnot
  • Systemische Krankheitserscheinungen (im Einzelfall): Schwindel, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost, allergischer Schock

 Vorbeugende Maßnahmen:

  • Meiden der betroffenen Gebiete. Falls ein betroffenes Gebiet trotzdem betreten werden muss (beispielsweise aus beruflichen Gründen), ist für Augen-, Luftwege-, Haut- und Haarschutz zu sorgen (Arbeitsschutzkleidung mit Schutzbrille und -maske).
  • Meiden jedes direkten Kontaktes mit Raupen und Nestern.

Sofortmaßnahmen nach einem Kontakt mit Raupenhaaren:

  • Sofortiger Kleidungswechsel
  • Duschbad und Haarreinigung
  • Augen mit viel Wasser spülen
  • Bei beginnender Hautreaktion betroffene Stelle(n) vorsichtig mit kaltem Wasser waschen und vorsichtig trocken tupfen, besser fönen, da Trockenrubbeln die Brennhaare tiefer in die Haut treibt.
  • Erste Linderung gegen mögliche Schwellungen und Juckreiz durch Kühlung der betroffenen Hautpartie(n) mit einer Kaltkompresse
  • Reinigung der kontaminierten Kleidung in der Waschmaschine bei mindestens 60°Celsius zur Zerstörung des in den Brennhaaren enthaltenen Thaumetopoein
  • Gründliche Reinigung der benutzten Gegenstände beziehungsweise des Fahrzeuges (Schutzkleidung verwenden)
  • Achtung: ein einmal zum Entfernen von den Haaren des Eichenprozessionsspinners eingesetzter Staubsauger verteilt über lange Zeit diese bei jeder Benutzung neu
© Stadt Peine – Der Bürgermeister